Systemische Aufstellungen

Die Arbeit mit dem wissenden Feld

Wer jemals in einer Aufstellung mitwirkte
– ob als Stellvertreter oder als derjenige/diejenige, dessen Thema aufgestellt wurde –
konnte erfahren, wie sich schon eine kleine Veränderung innerhalb der Aufstellung auf alle Teilnehmer auswirkt.
Und dass Informationen wahrgenommen und benannt werden konnten,
die für Außenstehende mysteriös erscheinen mögen.

Das „wissende Feld“, in dem jeder innerhalb einer Systemischen Aufstellung eingebunden ist,
lässt den Repräsentanten meiner Großmutter Bilder empfangen und Empfindungen zum Ausdruck bringen,
die ich wahr und wahrhaftig mit meiner Oma in Verbindung bringe.​ Die aber der Mensch, der da grad für meine Großmutter „steht“, und der weder mich noch meine Großmutter kennt, eigentlich nicht wissen kann.
Eigentlich…

„Wir erfahren mehr als wir begreifen.“

Einstein

„Wir haben es bei Systemischen Aufstellungen mit einem Phänomen zu tun,
für das mittlerweile zumindest die wissenschaftlichen Nachweise bestehen, DASS es funktioniert.
Jedoch WIE es funktioniert, bleibt für die Wissenschaft bislang noch ein Mysterium.“
( Matthias Varga von Kibéd )

Woher kommt das Systemische Aufstellen?

Die Ur-Wurzeln der Aufstellungsarbeit liegen im Schamanismus.
Frühere Kulturen, Natur-Religionen und Heilpraktiken ruhten auf dem Wissen,
dass der/die Einzelne eingebettet ist in ein Gemeinschafts-Feld.

​Sowohl innerhalb des Ökosystems als auch der Lebensgemeinschaft war alles aufeinander bezogen
und miteinander verwoben. Man ging ganz natürlich davon aus, dass es innerhalb eines Systems eine Göttliche
Ordnung gibt, die gestört oder gestärkt werden kann.
Und dass Störungen wie auch Ressourcen vergangener Generationen
– Erfahrungsschätze, Nöte, Schicksale oder Segnungen verstorbener Ahnen –
mit dem im Zusammenhang stehen, was ein Mitglied der Gemeinschaft heute erlebt.

Die Systemische Therapie entwickelte sich schließlich im Westen vor dem Hintergrund der
Wissenschaftsströmungen des 20. Jahrhunderts:
In der Physik ermöglichten unter anderem Albert Einsteins Relativitätstheorie
und die Unschärferelation von Werner Heisenberg eine neue Denkweise.
In der Psychologie entwickelten u.a. C.G. Jung, Alfred Adler, Jacob Moreno (Psychodrama) und die
Ansätze der humanistischen Psychologie Ideen, die von der Systemischen Therapie aufgegriffen wurden.
In der Biologie und Chemie sprach Rupert Sheldrake von den morphogenetischen Feldern.
Und ebenfalls die Ansätze des sozialen Konstruktivismus sind für die systemische Arbeit von Relevanz.

Das heute bekannte Systemische Aufstellen verbindet die Erkenntnisse des „wissenden Feldes“
aus dem Schamanismus mit westlich wissenschaftlichen und psychotherapeutischen Ansätzen.

Die Ordnung der Liebe

„Die Welt ist die Verkörperung von Ordnung.
An uns ist es, mit dieser Ordnung in Einklang zu kommen“

Henry Miller

In einer Systemischen Aufstellung wird aufgestellt,
was zu einem bestimmten Thema auf den Betreffenden aus seinem System heraus wirkt.
Sei es aus der Ursprungsfamilie, der selbst gegründeten Familie oder auch seinem beruflichen Umfeld heraus.

Das Thema wird bewusst gemacht, Wort-wörtlich in den Raum gestellt, und seine Wirkungen erfahren und bezeugt.
Durch das Erkennen-Geben der Situation und deren Wirkfeldern, ordnet sich das Ganze samt seiner Einzelteile
auf einer tiefen Ebene wie von selbst „neu“.​ Das System findet in seine natürliche Ordnung zurück.
Wir sprechen in der Aufstellungsarbeit von der „Ordnung der Liebe“.

Systemische Aufstellungen bewirken dadurch ein Abschließen und Loslassen Können dessen,
was nicht mehr dienlich ist. Mit Achtung und Verstehen kann verabschiedet sowie verarbeitet werden.
Übernommenes kann zurück gegeben, Traumatisches bezeugt und schließlich gelöst werden.
Blockiertes kommt in den Fluss. Das Vergangene erhält seinen heiligen Platz.
Und segnet uns.

Wir können nun Ressourcen und Erfahrungsschätze einlassen, die uns dazu befähigen,
das eigene Potenzial befreit und heilsam zu leben.

Die Aufstellungs-Arbeit fördert tiefes Verstehen, und macht dadurch Aussöhnung und Vergebung möglich.
Genau dadurch entfaltet sich die bereits genannte „Ordnung der Liebe“ nach einer Aufstellung in unserem Leben.
Denn es ist Letzten Endes Liebe, die ein System zusammenhält und nährt. Sowie wir es auch in den biologischen
Ordnungsprinzipien der Natur und gleichwohl in den Selbst-Heilungsprozessen des Körpers erkennen können.

Dem Wesentlichen die Hand reichen

Die Lösung, die im Innern bereits angelegt ist

Die Methode der Aufstellungsarbeit ist Nichts, das von Außen übergestülpt werden kann,
sondern was von Innen heraus erlebt werden kann und muss.
Sie ist ein Lösungsorientierter Ansatz, im Sinne eines Heil- und Entfaltungsprozesses.

Sie ermöglicht ein Sichtbar Machen dessen was wirkt, und unterstützt organische Entwicklung,
die Lösungen findet, die bereits im Ursprung des Systems angelegt sind.
Diese Lösungen können sich schließlich als Wesentlich im Leben durchsetzen.
Es ist eine Aufgabe der Aufstellungsarbeit, diesem Wesentlichen die Hand zu reichen,
und ein Feld zu schaffen, das ihm Schutz, Achtsamkeit und Gedeihen gewährt.​

Aufstellungen ermächtigen uns, unsere tiefste Wahrheit zum Ausdruck zu bringen
und somit das eigene Leben frei und Selbst bestimmt zu gestalten.
Schrittweise kann in einer Aufstellung zurückgegeben werden, was unbewusst übernommen wurde.
Das macht alle Beteiligten frei für den eigenen Lebensweg.

Letztendlich bestärkt und führt uns die Aufstellungsarbeit zu Selbst-bewusster Gegenwärtigkeit
und positiver Lebensgestaltung im Hier und Jetzt.


Wann kann eine Aufstellung hilfreich sein?

Systemische Aufstellungen bieten eine große Unterstützung
innerhalb einer Körper- oder Psychotherapie.

Doch auch als Einmaltherapie bei Hindernissen und Kernfragen,
die sich bisher nicht in aller Tiefe lösen konnten, bietet sie eine effektive Methode.
Hierzu bedarf es im Vor- und Nachfeld manchmal einer integrierenden Begleitung.
Diese ist jedoch je nach Thema und Mensch nicht zwingend.

Aufstellungen können bei jedem Anliegen aus jedem Lebensbereich und zu jedem
Lebensthema heilsam lösend eingesetzt werden. Aufgestellt bzw. in den Raum-Gestellt
werden Verbindungen und Aspekte, die innerhalb eines Systems wirken.

Dabei kann ein System eine Familie sein (das klassische Familienstellen),
eine Community oder Organisation (Organisationsaufstellung),
ein Mensch (Aufstellung innerer Persönlichkeitsanteile), eine Paarbeziehung (Paar-
Aufstellung), eine Fragestellung (Struktur-Aufstellung), eine Erkrankung (Symptom-
Aufstellung) oder Aspekte des eigenen Horoskopes (Planeten-Aufstellung).
Es gibt Themenaufstellungen zu Geld, Partnerschaft, Beruf, Potential, Vision,
Hindernissen sowie Aufstellungen Seelischer Archetypen (z.B.Lilith-Aufstellung).

Die Aufstellungsarbeit bietet also ein breites Spektrum von Möglichkeiten.
Zugleich geht es grad in die Tiefe, zur Sache.
Während viele andere (auch durchaus kraftvolle) Therapien sich so zu sagen mit
„regelmäßigem Unkraut Jäten“ befassen, geht es in einer Aufstellungsarbeit darum,
die Wurzel eines Themas ganz zu erfassen und aus zu graben.

Dies erfordert viel Respekt und Achtsamkeit. Und ist zugleich ein großartiges Geschenk
unserer heutigen Zeit, in der die Dringlichkeit besteht, uns aus alten Morasten zu befreien,
Altes hinter uns zu lassen, leichter und Selbst wirksamer vorwärts zu gehen,
und im Sinne der „Ordnung der Liebe“ neu zu gestalten.

Wie ich arbeite

Einzel- & Gruppen-Aufstellungen

Aufstellungen in meiner Praxis finden in Einzelsitzungen, Paartherapeutischer-
oder Gruppen-Arbeit statt. Auf Wunsch auch in der eigenen Wunsch-Gruppe (z.B.
lieben Freunden, Familienmitgliedern, Partnern, Communities, Arbeitskollegen).

Die Einzelaufstellungen sind eine gute Möglichkeit für all die Klienten,
die nicht in ein Seminar gehen wollen oder können. Auch zur Nachbereitung von
Seminaraufstellungen sind Einzelaufstellungen sinnvoll.
Die Anliegen für Einzelaufstellungen unterscheiden sich grundsätzlich nicht von
denen, die Sie dazu bewegen würden, in einem Seminar aufzustellen.
Sowohl in der Einzel- als auch der Gruppen Aufstellungsarbeit achte ich darauf,
nur so viele Schritte während einer Aufstellung auf zu zeigen, die realistisch geh-
und integrierbar sind. Denn mir ist bewusst, dass die Systemische
Aufstellungsarbeit ein ordentliches Kaliber besitzt.

Eine Aufstellung kann in der tat Wunder bewirken!
Oft behebt sie ein Problem, Thema, Blockade geradewegs an der Wurzel.
Das kann in seltenen Fällen auch eine gewisse Form der Eruption auslösen. Z.b. im
Umfeld, das beteiligt ist. Davor braucht man keine Angst zu haben, denn es ist
tatsächlich beeindruckend und darauf kann vertraut werden, dass nur das
geschieht, was jetzt als nächster Schritt ansteht und gehandhabt werden kann.
Schließlich begeben Sie sich mit mir in „das wissende Feld“ ;-)

Nach einer tiefen und wesentlichen Aufstellung kann es dennoch von Vorteil sein,
noch in einer „Nachsitzung“ das Gesehene und Erlebte weiter zu integrieren,
und mit Unterstützung in die sich neu ergebende Realität hinein zu entspannen.